Themenanregungen

ausgehend vom Forschungsprojekt "Variantengrammatik des Standarddeutschen"

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© Julien Eichinger / fotolia.com

Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts

Wo schreibt man "die E-Mail", wo "das E-Mail" – und woher kommt das eigentlich? Wer sagt "ist gestanden", wer "hat gestanden" – und was ist wo 'richtig'?

Verwendeten Fontane, Stifter, Sebald, Canetti oder Mercier dialektales Deutsch, als sie Formen wie "frug" (als Prät. zu "fragt"), "Wägen" (als Plural von "Wagen"), "am Verlöschen sein" oder "hatte vergessen gehabt" niederschrieben? Handelt es sich hier um 'falsches' Deutsch – oder einfach um Varianten des Deutschen, die eben/halt in verschiedenen deutschsprachigen Ländern oder Regionen unterschiedlich üblich sind? Und gibt es dabei Unterschiede zwischen geschriebenem und gesprochenem Deutsch? Was sagt die Variation über vergangenen und gegenwärtigen Sprachwandel aus?

Solche Fragen werden derzeit in dem internationalen Projekt "Variantengrammatik des Standarddeutschen" untersucht. Im Rahmen des Projekts arbeiten Forschergruppen der Universitäten Graz (Österreich), Salzburg (Österreich) (vormals Projektgruppe Augsburg, Deutschland) und Zürich (Schweiz) zusammen. Sie stehen in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen in Liechtenstein, (Ost-)Belgien, Luxemburg und Südtirol. Ziel des Projekts ist es, die nationalen und regionalen Unterschiede in der Grammatik der deutschen Standardsprache systematisch zu erheben, zu untersuchen und zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden über ein Online-Portal veröffentlicht werden, das für die Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik, aber auch für interessierte Laien konzipiert ist.

Zum Anschauen

HIER geht es zum Online-Portal des Projekts

Themenanregungen für vorwissenschaftliche Arbeiten und Diplomarbeitsprojekte

  • Regionale und nationale Vielfalt des Standarddeutschen

  • Standarddeutsch in Österreich

  • Variation in der Grammatik des Standarddeutschen

Einstiegsliteratur

  • Elspaß, Stephan (2005): Zum sprachpolitischen Umgang mit regionaler Variation in der Standardsprache. In: Kilian, Jörg (ed.): Sprache und Politik. Deutsch im demokratischen Staat. Mannheim u. a.: Duden. 294–313. LINK

  • Dürscheid, Christa / Stephan Elspaß / Arne Ziegler (2011): Grammatische Variabilität im Gebrauchsstandard: das Projekt ,Variantengrammatik des Standarddeutschen‘. In: Konopka, Marek / Jacqueline Kubczak / Christian Mair / František Štícha / Ulrich H. Waßner (Hg.): Grammatik und Korpora 2009/Grammar & Corpora 2009. Tübingen: Narr, 123–140. LINK

Forschungsfeld

Soziolinguistik, Variationslinguistik

Schlüsselwörter

Deutsch, Dialekt, Grammatik, Standarddeutsch, Standardsprache, Variationen, Regional, Regionen, Hochdeutsch

Übermittler der Themenanregung

Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6, 5020 Salzburg

 

Bei diesem Projekt bietet dir das Forschungsteam folgende weitere Unterstützung an:

Beratung, Literaturempfehlungen (bei Mag. Konstantin Niehaus und ab 1.9.2015 auch bei Mag. Andreas Gellan andreas.gellan@sbg.ac.at)

Über Kontaktaufnahme freut sich:

Mag. Niehaus Konstantin
konstantin.niehaus@sbg.ac.at

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